Keramik aus Japan

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Japanische Keramik ist immer etwas Besonderes und stellt immer eine ideale Geschenkidee dar, ob nun als schlichte Gebrauchskeramik oder als hochpreisige Edelgefäße. Ursprünge der japanischen Töpfer-Keramik finden sich in der Jomon-Kultur (13.000 - 10.000 v. Chr). Die Keramik aus dieser Zeit, sogenannte -Irdenware-, war über ganz Japan verbreitet. In erster Linie war natürlich die Funktionalität, die Lagerung, bestimmend für die Herstellung von Keramik. Abgesehen davon hatte jede Kulturepoche seine spezifische Musterung. Speziell gegen Ende der Jomon-Kultur wurden die Keramiken erstmalig mit Muschelabdrücken verziert, wie sie auch bei einigen Keramiken unserer Produktpalette zu sehen sind. Neben der Einteilung nach der jeweiligen Epoche und regionalen Merkmalen unterscheidet man vier Hauparten von Keramik in Japan. Diese Hauparten sind Steingut, unglasiertes Feinsteinzeug, glasierte Keramik und japanisches Porzellan.

Die Töpferei ist eine alte und ausgefeilte Kunst. In der heutigen Zeit ist japanisches Geschirr von einer außergewöhnlichen Vielfalt genauso wie dem Zusammenspiel von uralten Traditionen und modernen Einflüssen geprägt. Die Vielfalt zeigt sich vor allem dadurch, dass sich die verschiedenen Werkstätten ihren regionalen Stil/Charakter über Jahrhunderte bewahrt haben. In Sachen Werkstatt spricht man in Japan übrigens von „Ofen“, was hier wiederum ein eine einzelne Werkstatt oder ein ganzes Gebiet mit mehreren Werkstätten sein kann.
In Bezug auf den Begriff „Ofen“ möchten wir besonders die sechs alten Öfen Japans erwähnen. Diese Öfen Tokoname, Bizen, Echizen, Shigaraki, Tanba und Seto stammen noch aus der Kamakura-Zeit und haben bis heute als besonders wichtige Keramik-Zentren Bestand. Unter diesen sechs Öfen gilt Tokoname als angesehenster und größter Ofen.

Abgesehen davon stellt Keramik aus Japan, ob nun Sushi-Geschirr oder Teetassen, immer eine ideale Geschenkidee dar. Hier noch einige Informationen zu den berühmten Keramik-Zentren Japans:

Shigaraki:

Shigaraki-Keramik beschreibt eine Gruppe von Keramiken, die in ähnlichen geografischen Gebieten der Präfektur Shiga produziert wird. Die Stadt Shigaraki bestand aus 18 unabhängigen Gemeinden entlang des Flusses Daido im südlichen Teil dieser Präfektur. Davon stammen die drei ältesten Öfen aus den Gemeinden Kamagatani, Minami Matsuo (Nagano) und Goinoki (Koyama). Die Geschichte dieser Öfen lässt sich bis 1278 zurückverfolgen. Wobei die ursprüngliche Keramikproduktion den Anforderungen der damaligen Landwirte geschuldet ist. Es wurden in erster Linie Mörser, Flaschen, Wasserurnen und tiefe Teller produziert.
Noch ältere Keramikfunde legen nahe, aus Shigaraki-Keramik von Töpfern aus Bizen beeinflusst wurde, da in diesen Funden Feldspatkörner eingebettet sind, die beiden Keramiken ihr auffälliges bzw. ähnliches Aussehen verliehen. Abgesehen davon wird Shigaraki-Keramik durch Japans größtem See, dem Biwa-See, beeinflusst. Der Grund bzw. der Sand dieses Sees besitzt eine orange Tönung und macht die Keramik aus Shiga äußerst haltbar. Berühmt ist diese Keramik vor allem wegen ihrer markanten Formen und Ascheablagerungen.

Tokoname:

Diese Keramik wird in und um die Gemeinde Tokoname, Präfektur Aichi, in Zentral-Japan gefertigt.
Die Gründung der Tokoname-Öfen geht ebenfalls auf das 12 Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurden hier Bergplatten, Bergschalen und Vasen hergestellt. Später kamen dann Geschirr, Teetassen, Schalen, Miazu-Dosengefäße und Töpfe hinzu. Zu Beginn der Muromachi-Periode wurde Tokoname-Keramik per Schiff bis in die Region Tohoku, Kanto, Kansai, bis nach China und nach Kyushu transportiert. In seiner Blütezeit unterhielt man über 3000 Öfen in dieser Gegend und auch heute noch kann man auf dem Yakimono Sampomichi, der Töpferpromenade, die teils erhalten gebliebene Atmosphäre der damaligen Zeit spüren.
Am 11.06.1976 erhielt Tokoname die Auszeichnung „Traditionelles Handwerk“, basierend auf dem „Gesetz über die Förderung der tradionellen Handwerkskunst“ des Landes Japan.

Echizen:

Echizen-Yaki wird in den Städten Echizen, Odacho und Miyazaki in der Präfektur Fukui produziert. Sie besteht aus eisenhaltigem Ton, der sich beim Brennen dunkelrotbraun färbt. Traditionell wird diese Keramik nicht glasiert. Die Farbmuster ergeben sich, bedingt durch das Formen und Brennen eher zufällig. Eine nicht unwesentliche Rolle übernimmt hier die Asche des Holzfeuers, die an der Keramik haften bleibt. Im 16. Jahrhundert verschwand dieser Keramik-Stil etwas aus dem Blickfeld. Das lag daran, dass man zu dieser Zeit nicht auf Nachfrage und Produktion von Geschirr für Teezeremonien reagierte, sondern bei der Produktion von großen Vorratsgefäßen blieb.
Die ältesten jemals gefunden Echizen-Öfen stammen aus der zweiten Hälfte der Heian-Zeit (794-1185). Diese wurden in Kamichosa im Stadteil Ozowara gefunden.
Heute arbeitet man eher daran, diesen Keramik-Stil wiederzubeleben und zu erhalten. In 1970 wurde aus diesem Grund das Echizen Keramik Dorf gegründet. In diesem Dorf gibt es u.a. ein Keramik-Museum und eine Töpferschule.

Tanba:

Tanba-Yaki stammt aus den Stadt Sasayama in der Präfektur Hyogo. Die Geschichte dieser Keramik bzw. dieses Ofens ist ca. 800 Jahre alt. Die Heimat der Tanba-Keramik befindet sich in Stadtteil Tachikui im Südwesten von Sasayama. 60 Töpfereien sind in diesem Stadteil mit der Produktion von Keramik beschäftigt. Charakteristisch für diese Keramik ist seine einfache und rustikale Farbgebung. Hier befindet sich auch der mit 120 Jahren ältste Tanba-Yaki-Kletterofen Japans. Kletterofen, weil diese Art Ofen sich am Fuße eines Hügels befindet und sich 47m den Hügel hinauf bewegt. Dieser Ofen ist kein durchgehender Ofen, er ist in mehrere Kammern unterteilt. Beim Brennvorgang zirkuliert die Asche des verbrannten Holzes, vermischt sich mit der Glasur und bewirkt so die vielen unterschiedlichen wie außergewöhnlichen Muster. Und, man beachte, dieser Ofen ist bis heute noch tatsächlich in Betrieb!

Seto:

Diese Keramik stammt aus der Stadt Seto in der Präfektur Aichi und blickt auf eine über 1000 Jahre alte Töpfergeschichte zurück. Mit rund 600 Öfen ist Seto nach Tokoname das zweitgrößte Keramik-Zentrum. Seto unterschied sich von den anderen großen Öfen Japans, da hier exklusiv glasierte Keramik hergestellt wurde. Die japanischen Töpfer stellten in erster Linie unglasierte Keramik her. Die glasierte Keramik wurde aus China importiert. In Seto experimentierte man mit Glasuren nach chinesischem Vorbild. Mit der Zeit wurde die Verwendung verschiedenster Glasuren das bedeutendste Merkmal von Seto-Keramik. Schöne Glasurfarben wurden gerade dadurch erzeugt, weil der Ton beim Brennen weiß wurde. Dies führte ebenfalls zu bedeutenden Fortschritten bei den verschiedenen Arten von Glasuren.

Bizen:

In Japan wird Keramik nach dem Ort ihrer Herstellung benannt. Bei Bizen-Keramik befinden wir uns also in der Stadt Bizen in der Präfektur Okayama. Die Geschichte dieser Keramik reicht ebenfalls bis ins 12. Jahrhundert zurück. Bei der Herstellung von Bizen-Keramik mischt man drei verschiedene Böden: Yamatsuchi, Tazuchi und Kurotsuchi. Im erstgenannte Boden befindet sich verwitterter Quarz. Tazuchi sammelt sich in Reisfeldern und Kurotsuchi ist eisenhaltiger Boden. Die Keramik selbst ist unglasiert. Beim Brennvorgang reagieren lediglich das Kaolin mit dem Feuer und es entstehen verschiedene Muster wie zum Beispiel Goma, Sangiri, Hidasuki, Yohen oder Botamocci. Bei dem letztgenannten Muster erscheinen Kreise auf der Keramik.

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Japanische Keramik ist immer etwas Besonderes und stellt immer eine ideale Geschenkidee dar, ob nun als schlichte Gebrauchskeramik oder als hochpreisige Edelgefäße. Ursprünge der japanischen Töpfer-Keramik finden sich in der Jomon-Kultur (13.000 - 10.000 v. Chr). Die Keramik aus dieser Zeit, sogenannte -Irdenware-, war über ganz Japan verbreitet. In erster Linie war natürlich die Funktionalität, die Lagerung, bestimmend für die Herstellung von Keramik. Abgesehen davon hatte jede Kulturepoche seine spezifische Musterung. Speziell gegen Ende der Jomon-Kultur wurden die Keramiken erstmalig mit Muschelabdrücken verziert, wie sie auch bei einigen Keramiken unserer Produktpalette zu sehen sind. Neben der Einteilung nach der jeweiligen Epoche und regionalen Merkmalen unterscheidet man vier Hauparten von Keramik in Japan. Diese Hauparten sind Steingut, unglasiertes Feinsteinzeug, glasierte Keramik und japanisches Porzellan.

Die Töpferei ist eine alte und ausgefeilte Kunst. In der heutigen Zeit ist japanisches Geschirr von einer außergewöhnlichen Vielfalt genauso wie dem Zusammenspiel von uralten Traditionen und modernen Einflüssen geprägt. Die Vielfalt zeigt sich vor allem dadurch, dass sich die verschiedenen Werkstätten ihren regionalen Stil/Charakter über Jahrhunderte bewahrt haben. In Sachen Werkstatt spricht man in Japan übrigens von „Ofen“, was hier wiederum ein eine einzelne Werkstatt oder ein ganzes Gebiet mit mehreren Werkstätten sein kann.
In Bezug auf den Begriff „Ofen“ möchten wir besonders die sechs alten Öfen Japans erwähnen. Diese Öfen Tokoname, Bizen, Echizen, Shigaraki, Tanba und Seto stammen noch aus der Kamakura-Zeit und haben bis heute als besonders wichtige Keramik-Zentren Bestand. Unter diesen sechs Öfen gilt Tokoname als angesehenster und größter Ofen.

Abgesehen davon stellt Keramik aus Japan, ob nun Sushi-Geschirr oder Teetassen, immer eine ideale Geschenkidee dar. Hier noch einige Informationen zu den berühmten Keramik-Zentren Japans:

Shigaraki:

Shigaraki-Keramik beschreibt eine Gruppe von Keramiken, die in ähnlichen geografischen Gebieten der Präfektur Shiga produziert wird. Die Stadt Shigaraki bestand aus 18 unabhängigen Gemeinden entlang des Flusses Daido im südlichen Teil dieser Präfektur. Davon stammen die drei ältesten Öfen aus den Gemeinden Kamagatani, Minami Matsuo (Nagano) und Goinoki (Koyama). Die Geschichte dieser Öfen lässt sich bis 1278 zurückverfolgen. Wobei die ursprüngliche Keramikproduktion den Anforderungen der damaligen Landwirte geschuldet ist. Es wurden in erster Linie Mörser, Flaschen, Wasserurnen und tiefe Teller produziert.
Noch ältere Keramikfunde legen nahe, aus Shigaraki-Keramik von Töpfern aus Bizen beeinflusst wurde, da in diesen Funden Feldspatkörner eingebettet sind, die beiden Keramiken ihr auffälliges bzw. ähnliches Aussehen verliehen. Abgesehen davon wird Shigaraki-Keramik durch Japans größtem See, dem Biwa-See, beeinflusst. Der Grund bzw. der Sand dieses Sees besitzt eine orange Tönung und macht die Keramik aus Shiga äußerst haltbar. Berühmt ist diese Keramik vor allem wegen ihrer markanten Formen und Ascheablagerungen.

Tokoname:

Diese Keramik wird in und um die Gemeinde Tokoname, Präfektur Aichi, in Zentral-Japan gefertigt.
Die Gründung der Tokoname-Öfen geht ebenfalls auf das 12 Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurden hier Bergplatten, Bergschalen und Vasen hergestellt. Später kamen dann Geschirr, Teetassen, Schalen, Miazu-Dosengefäße und Töpfe hinzu. Zu Beginn der Muromachi-Periode wurde Tokoname-Keramik per Schiff bis in die Region Tohoku, Kanto, Kansai, bis nach China und nach Kyushu transportiert. In seiner Blütezeit unterhielt man über 3000 Öfen in dieser Gegend und auch heute noch kann man auf dem Yakimono Sampomichi, der Töpferpromenade, die teils erhalten gebliebene Atmosphäre der damaligen Zeit spüren.
Am 11.06.1976 erhielt Tokoname die Auszeichnung „Traditionelles Handwerk“, basierend auf dem „Gesetz über die Förderung der tradionellen Handwerkskunst“ des Landes Japan.

Echizen:

Echizen-Yaki wird in den Städten Echizen, Odacho und Miyazaki in der Präfektur Fukui produziert. Sie besteht aus eisenhaltigem Ton, der sich beim Brennen dunkelrotbraun färbt. Traditionell wird diese Keramik nicht glasiert. Die Farbmuster ergeben sich, bedingt durch das Formen und Brennen eher zufällig. Eine nicht unwesentliche Rolle übernimmt hier die Asche des Holzfeuers, die an der Keramik haften bleibt. Im 16. Jahrhundert verschwand dieser Keramik-Stil etwas aus dem Blickfeld. Das lag daran, dass man zu dieser Zeit nicht auf Nachfrage und Produktion von Geschirr für Teezeremonien reagierte, sondern bei der Produktion von großen Vorratsgefäßen blieb.
Die ältesten jemals gefunden Echizen-Öfen stammen aus der zweiten Hälfte der Heian-Zeit (794-1185). Diese wurden in Kamichosa im Stadteil Ozowara gefunden.
Heute arbeitet man eher daran, diesen Keramik-Stil wiederzubeleben und zu erhalten. In 1970 wurde aus diesem Grund das Echizen Keramik Dorf gegründet. In diesem Dorf gibt es u.a. ein Keramik-Museum und eine Töpferschule.

Tanba:

Tanba-Yaki stammt aus den Stadt Sasayama in der Präfektur Hyogo. Die Geschichte dieser Keramik bzw. dieses Ofens ist ca. 800 Jahre alt. Die Heimat der Tanba-Keramik befindet sich in Stadtteil Tachikui im Südwesten von Sasayama. 60 Töpfereien sind in diesem Stadteil mit der Produktion von Keramik beschäftigt. Charakteristisch für diese Keramik ist seine einfache und rustikale Farbgebung. Hier befindet sich auch der mit 120 Jahren ältste Tanba-Yaki-Kletterofen Japans. Kletterofen, weil diese Art Ofen sich am Fuße eines Hügels befindet und sich 47m den Hügel hinauf bewegt. Dieser Ofen ist kein durchgehender Ofen, er ist in mehrere Kammern unterteilt. Beim Brennvorgang zirkuliert die Asche des verbrannten Holzes, vermischt sich mit der Glasur und bewirkt so die vielen unterschiedlichen wie außergewöhnlichen Muster. Und, man beachte, dieser Ofen ist bis heute noch tatsächlich in Betrieb!

Seto:

Diese Keramik stammt aus der Stadt Seto in der Präfektur Aichi und blickt auf eine über 1000 Jahre alte Töpfergeschichte zurück. Mit rund 600 Öfen ist Seto nach Tokoname das zweitgrößte Keramik-Zentrum. Seto unterschied sich von den anderen großen Öfen Japans, da hier exklusiv glasierte Keramik hergestellt wurde. Die japanischen Töpfer stellten in erster Linie unglasierte Keramik her. Die glasierte Keramik wurde aus China importiert. In Seto experimentierte man mit Glasuren nach chinesischem Vorbild. Mit der Zeit wurde die Verwendung verschiedenster Glasuren das bedeutendste Merkmal von Seto-Keramik. Schöne Glasurfarben wurden gerade dadurch erzeugt, weil der Ton beim Brennen weiß wurde. Dies führte ebenfalls zu bedeutenden Fortschritten bei den verschiedenen Arten von Glasuren.

Bizen:

In Japan wird Keramik nach dem Ort ihrer Herstellung benannt. Bei Bizen-Keramik befinden wir uns also in der Stadt Bizen in der Präfektur Okayama. Die Geschichte dieser Keramik reicht ebenfalls bis ins 12. Jahrhundert zurück. Bei der Herstellung von Bizen-Keramik mischt man drei verschiedene Böden: Yamatsuchi, Tazuchi und Kurotsuchi. Im erstgenannte Boden befindet sich verwitterter Quarz. Tazuchi sammelt sich in Reisfeldern und Kurotsuchi ist eisenhaltiger Boden. Die Keramik selbst ist unglasiert. Beim Brennvorgang reagieren lediglich das Kaolin mit dem Feuer und es entstehen verschiedene Muster wie zum Beispiel Goma, Sangiri, Hidasuki, Yohen oder Botamocci. Bei dem letztgenannten Muster erscheinen Kreise auf der Keramik.

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