Den Begriff -Shodo- übersetzt man in unseren Breitengraden gern mit -Kalligraphie-, obwohl diese Übersetzung nicht wirklich zutreffend ist. Ersichtlich wird dies unter anderem auch an den festen Regeln, die die einzelnen Arbeitsabläufe bestimmen. Die Ursprünge dieser japanischen Kunst stammen aus China. In der Hauptsache wurden Utensilien wie Pinsel, Papier und Tusche übernommen, weiterhin die folgenden Schrifttypen:
– Tensho = Siegelschrift
– Gyosho = Kursivschrift (Semi-Kursivschrift)
– Sosho = Grasschrift
– Reisho = Kanzleischrift
– Kaisho = Regelschrift
Der -Weg des Schreibens- wurde in Japan, anders als in China von Literaten, von Höflingen und Mönchen, von den Samurai praktiziert. Der Unterschied liegt hier vor allem im impulsiven Stil der Samurai.
An dieser Stelle noch etwas besonders Wissenswertes über den Fertigungs- oder auch Herstellungsprozess dieser japanischen Kunst:
Wie bereits erwähnt unterliegt der Arbeitsablauf festen Regeln. Zu Beginn werden ein Thema und in diesem Zusammenhang die Schriftzeichen bzw. der Schriftstil ausgewählt. Unter Umständen, abhängig von der Größe und dem Thema, kann allein dieser Vorgang Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen. Vorgeschrieben sind die Zeichen, deren Strichfolge und auch die Arbeitsmaterialien. Ein Shodo muss in einem Arbeitsgang fertiggestellt werden. Unterbrechungen sowie Änderungen oder gar Erweiterungen machen das Werk hinfällig/zunichte. Dies setzt volle Konzentration und jahrelange Übung voraus.
Sollten Sie sich für eine japanische Dekoration entscheiden, können wir die hier dargestellten Werke gerne mit einem passenden Rahmen versehen lassen.