Kamakura

In diesem Blog geht es um die Stadt Kamakura. Sie liegt ca. 50 km südwestlich von Tokyo entfernt in der Präfektur Kanagawa und ist problemlos und schnell mit dem Zug zu erreichen.

Der Name der Stadt fand bereits in der Nara-Zeit (710 – 794) Erwähnung, Namensgeber der Stadt war die umliegende Umgebung. Kamakura wird von drei Seiten, im Norden, Osten und Westen, von Bergen umgeben. Die vierte Seite, im Süden, ist zur See hin offen. Diese Gegebenheiten verglich man einerseits mit einem uralten Steingut-Ofen, dem „Kamado“, und andererseits mit einem Lagerhaus, dem „Kura“. Beide, Steingut-Ofen wie Lagerhaus, hatten bzw. haben drei geschlossene und eine offene Seite. Aus der Kombination Kamado Kura wurde mit der Zeit Kamakura.

Der Stadt wird aber auch die Ehre zuteil, die Namensgeberin einer eigenen Ära zu sein. Die Kamakura-Zeit (1185 – 1333). Zum besseren Verständnis und zur Erläuterung muss man hier in der Zeit ein wenig zurückgehen, in die Heian-Zeit (794 – 1185). Das Ende der Heian-Zeit war geprägt durch kriegerische Auseinandersetzungen, die im Kampf der Kriegerclans der Genji (auch: Minamoto) gegen die Heike (auch: Taira) ihr blutiges Ende fand (siehe auch Produktnummer 60122, Shodo Heike Monogatari). Als Sieger aus dieser Schlacht ging Minamoto Yoritomo (1147 – 1199) hervor. Er ließ sich den Titel „Shogun“ verleihen und verlegte den Regierungssitz nach Kamakura. Fernab vom Luxus der damaligen kaiserlichen Residenz Kyoto. Damit begann die Kamakura-Zeit. Diese Ära war geprägt von einem durch Einführung neuer Produktionsmethoden wirtschaftlichen Aufschwung, vor allem in der Landwirtschaft.

Besonders Wissenswert:

In die Kamakura-Zeit fällt auch die Bildung des Begriffes „Kamikaze“. Als Kublai Khan, der Enkel von Dschingis Khan, China und im Anschluss Korea überrannte, wollte er 1274 nach Japan übersetzen, um dieses Land ebenfalls zu vereinnahmen. Beim Übersetzen seiner Armee kam ein Zyklon auf, der der Armee Kublai Khans massive Verluste zufügte. Der Angriff wurde abgebrochen. 1281 wollte Kublai Khan ein zweites Mal Japan angreifen und erobern. Wieder bereitete ein Zyklon dem Unterfangen ein Ende. Beim ersten Mal wurde der Zyklon als gegeben hingenommen. Als aber ein Sturmwind Japan vor der Eroberung fremder Mächte ein zweites Mal bewahrte, schrieb man dies den Göttern zu. Aus "Sturmwind"  wurde "Götterwind"  - "Kamikaze“.

Aber abgesehen von Kamakuras Geschichte hat diese Stadt jede Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Das Foto in der Rubrik Teaser & Slider – Faszinierende Farbholzdrucke, zeigt eine Zeremonie in historischen Gewändern in der Tempelanlage Kotoku-in in dieser Stadt. Wir haben Ihnen hier noch weitere Fotos aus dieser Tempelanlage eingefügt.

Übrigens, die mit den Kanji versehene Steinstele, die Sie auf dem Foto in der Rubrik Teaser & Slider - Faszinierende Kalligraphien sehen, können Sie in der Shu-Genji-Tempelanlage in Kamakura bewundern. Hier im Blog zu sehen auf den beiden letzten Fotos.

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